Fritz Gnaucks Gedanken




Das Tanzen, ohne Frantzen ist heute nicht mehr gefragt
Die Tänzerinnen haben das bitter beklagt
Die Damen würden heute gerne wieder mit Frantzen auftreten
Doch das haben sich die, die das nicht vertreten
Bei Tanz- Auftritten grundsätzlich verbeten!

-fRitz- Januar 2014











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Er wollte nur mal den Wolken zusehen
und dabei sehen,
wie die rauen Winde wehen
Das hatte er schon immer mal machen sollen.
Doch heute hatte er es mal machen wollen!
-fRitz-02.13
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ES FUHR
EINMAL EIN ZEBRA
Von Essen bis nach Bebra
Dort ging es in ein Affenhaus
Die Affen sahen affig aus!
Und auch von einer Wohnkultur
War nichts zu sehn! Nicht eine Spur!

Das Zebra hatte großes Glück!
Am gleichen Tag fuhr noch zurück
Tatsächlich noch, es fuhr
Ein Zug nach Essen an der Ruhr
Das Zebra!
Es fuhr nie mehr nach Bebra!
Um sich dort Affen anzusehen
Das wird nur der, nur der verstehen
Der dort ging in ein Affenhaus
Wo Affen sehen affig aus
Und wo selbst von 'ner Wohnkultur
Man konnt' nichts sehn – nicht eine Spur!

-fRitz- 05-12 [4.Version]

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Wer liest und dabei Pfeffer streut!
Auf sein, sein gutes Essen!
Sein Tun er hinterher bereut!
Wenn's Essen er tut essen!

Man streut nur Pfeffer bei Bedarf!
Zumal der Pfeffer, der ist scharf!
Und Lesen – wenn man dabei tut
Das tut der Mahlzeit gar nicht gut!

Herr Huber hat es sehr bereut
Dass er den Pfeffer hat gestreut
Und das auch noch - unkontrolliert!
Doch leider war es schon passiert!

-fRitz-
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PAUL UND SEIN GAUL

 Paul kaufte sich ein Gaul!
Der Gaul er hinkte und war krank
Und außerdem, der Gaul der stank
Wenn sich der Paul auf ihn gesetzt

Da war er davon so entsetzt
Dass ihm entwich ein derber Fluch
Schuld war daran nur der Geruch
Der wie aus einer Teufelskuch

Den armen Paul kräftig umwehte
Dass sich Pauls Magen fünfmal drehte
Der Magen von dem Reiter Paul
Wenn er da stand vor seinem Gaul!

 Der Tierarzt, den Paul konsultiert
Der hat den Gaul gleich operiert!
Und ihm Tabletten noch gegeben
Doch leider hat das nichts ergeben

 Paul tat sich seine Haare raufen!
Er konnt' den Gaul nicht mehr verkaufen!
Das ganze Dorf war instruiert
Von dem, was Paulchen war passiert.

 -fRitz- 12-11
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WIE WERDE ICH EIN LÖWE?

Dein Vater muss ein Löwe sein!
Denn anders geht das nicht!
Hält man nicht diese Regel ein
Dein Plan im Nu zerbricht!

Auch deine Mama, immerhin!
Wenn sie nicht ist – eine Löwin
Dann ist dein Wunsch, ein Löw’ zu werden
Unrealisierbar hier auf Erden!

Warum willst du ein Löwe werden?
Es gibt doch Schöneres auf Erden!
Als zu Laufen – volle Kanne
Durch die glühheiße Savanne.

-fRitz- 03.12.2011 
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Du bist im Keller! Du trinkst Wein!
Du wirst nicht lang alleine sein!
Ein Zweiter der stellt sich gleich ein
Und fordert ein – auch ein Schluck Wein!

Wirst du den Wein mit ihm jetzt teilen?
Nein, nein du wirst dich jetzt beeilen!
Und schon geht’s los:
RUCKZUCK! RUCKZUCK!
Und fort ist er – der letzte Schluck!!!

-fRitz- 10-11

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Am Ende der Welt!
Da steht mein Zelt!
Mein reich verziertes Einmannzelt!

Da sitze ich drinnen!
Lass' die Zeit verrinnen!
Und spüre der Zeiten' gelben Sand
Rieseln über meine Hand

In meinem Zelt da bin ich sicher!
Ja, sicher!
Das Zelt ist verschließbar
Das ist doch klar!

Da kommt keiner rein!
Wer sollt' das auch sein?
Vielleicht einer, der die Welt umrundet?
Und mir die Schönheit der Welt bekundet?
Vielleicht ist das einer der fragen will:
"Warum ist's am Ende der Welt so still?"
Ich sage zu ihm:
"Vielleicht ist's die Stille
Vielleicht ist es aber auch Gottes Wille!"

Hier kann ich stehen, mich um mich drehen!
Ich kann über den Rand der Welt hinweg sehen!
Und der alten Welt ihre Kanten abschleifen
Und endlich den Sinn des Lebens begreifen!

Hier ist das Rauchen auch nicht verboten
Das ist nur verboten auf den Lofoten
Doch dort steht Gott sei dank nicht mein Zelt
Mein Zelt, das steht:
Am Ende der Welt!!!

-fRitz- 18.September 2011